Berlin, wir müssen reden. Über Deine Fahrradwege!

Samstag, 24. Mai 2014

Das Auto stehen lassen und lieber mit dem Fahrrad ins Büro und somit meiner Gesundheit, meinem Konto und zu guter Letzt auch was für die viel zitierte Berliner Luft tun. Aber mal ganz ernsthaft: Bevor ICH was für die Berliner Luft tue, sollte Berlin erst mal was für mich und all die anderen risikofreudigen Radfahrer dieser Stadt tun.

Denn was auf dem folgenden  Bild aussieht wie eine idyllische Landschaftsaufnahme ist die grausame Wahrheit über den Zustand der Radwege – zumindest in den meisten Westbezirken der Stadt.

Einmal am Rand der Gehwege angelegt und danach sich selbst überlassen. So scheint es bei den Radwegen zu sein. Und ich kann Euch versichern, dass dieses Foto kein Einzelfall ist, sondern bei fast jeder sogenannten Baumpaletten (also ca. alle 20 Meter) so ausschaut.

Aufgenommen habe ich die Fotos auf der Strecke Lichtenrader Damm, Mariendorfer Damm und Tempelhofer Damm. Also der B96 (Stadteinwärts). Eine durchaus belebte Pendlerstrecke. Auch für Radler.

Wenn ich oben sagte, die Radwege seien nach der Erbauung sich selber überlassen worden, dann stimmt das vielleicht nicht ganz. Denn sie werden auch hin und wieder liebevoll „gewartet“, wie man auf dem folgende Bild sehen kann.

Was man leider schlecht auf Fotos zeigen kann, sind die unglaublichen Unebenheiten durch absackende oder auch hochstehen Steine der Radwege durch die Baumwurzeln. Dazu müsste ich mir mal ne Action-Cam umschnallen und ein Fahrvideo drehen. Ehrlich, das ist hart. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es mag ja Radfahrer geben die sich extra für die Stadt ein Dirtbike oder zumindest gut gefederte MTBs zugelegt haben. Aber es gibt auch Menschen mit normalen Fahrrädern und Menschen wie mich die gerne mit dem Fixie oder dem Rennrad unterwegs sind. Und da geht das nicht nur in die Glieder, sondern auch echt ins Geld. Denn wie viele Felgen, Ritzel und auch andere bewegliche Teile bei den schlechten Wegverhältnissen und die dadurch dauerhaft vorhandene Vibration im Laufe der Zeit kaputt gehen ist langsam nicht mehr zu tolerieren!

Und selbst wenn der Radweg mal nicht durch Schäden, Baumpaletten oder auch solchen Idioten

zum Parkour wird, scheint sich irgendein nicht ganz so schlauer Mensch gedacht zu haben, dass Gullideckel ja eine Stolperfalle für Fußgänger sind und deshalb auf den Radweg gehören. Und da gibt es sie nun in allen Größen und Formen.

Auch richtig geil für Rücken & Rad sind diese Kopfsteinpflaster Unterbrechungen

Das es auch anders geht, zeigt der Neubau des B96 Teilstücks am Kirchainer Damm. Dort hat man nicht nur die Straße verbreitert, sondern auch die Radwege gleich mit erneuert. Breiter und mit einer schönen Asphaltdecke. Und auch das Thema Baumpalette wurde vernünftig gelöst.

Berlin. Ich würde mir wünschen, dass man sich die Mühe macht und auch die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt ALLE ollen Radwege so zu erneuern. Bitte.

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