Kommentare nur noch gegen Gebühr!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Eine interessante Idee, die die Sun Chronicle aus Massachusetts sich da ausgedacht hat. Zukünftig kann man auf den Online-Seiten der US-Tageszeitung nur noch Kommentieren wenn man vorher eine einmalige Zahlung in Höhe von 99 Cent geleistet hat. Allerdings geht es hierbei nicht etwa um eine neue Methode der Refinanzierung, sondern es ist ein Weg um unliebsame Trollkommentare oder anonyme Verunglimpfungen oder Unwahrheiten in Zukunft zu verhindern.

Die einmalige Zahlung erfolgt nämlich per Kreditkarte – und der Name des Kreditkarten-Inhabers wird auch als Name des Kommentierenden veröffentlicht. Zudem muss dieser auch zustimmen sich an geltende Gesetze zu halten und die volle Verantwortung für den Kommentar zu übernehmen.

Ein durchaus sinvoller Schritt. Auch wenn wenn alle Welt derzeit darüber klagt, dass man immer „transparenter“ im Netz wird, so ist das Internet eben kein rechtsfreier Raum in dem sich scheinbar viele anonyme Kommentierende wägen. Zudem ist das sicherlich auch ein neues Hinderniss für Spammer.

Die Frage ist nun wie praktikabel das ist und was passiert wenn das Beispiel Schule macht. Muss ich dann künftig bei vielen Online-Diensten und Portalen erstmal einen Euro zahlen damit ich kommentieren kann? Das würde schnell ins Geld gehen. Da macht ein externer Dienstleister Sinn, der diese Gebühr und die Daten nur einmal erhebt und an angeschlossene Partner vermittelt.

Vielleicht funktioniert diese Variante aber auch gar nicht und die Sun Chronicle wird es bald wieder einstampfen. Ich werde das auf jeden Fall mal im Auge behalten…

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