Kyla La Grange „Cut Your Teeth“ angehört

Donnerstag, 14. August 2014

Alles was sich irgendwie nach gute Laune 80er Musik anhört hat schon mal einen persönlichen Bonus bei mir. Denn die 80er waren ein entscheidendes Jahrzehnt für die heutige Musik. Nicht nur, dass ich mich Anfang der 80er erstmals wirklich bewusst für Musik interessiert habe, auch wurden in dieser Zeit viele Songs geschrieben die auch heute im Original, in Teilen oder komplett als Cover den Weg in die Ohren finden.

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich nur erwähnen, dass mir beim ersten Durchhören der 11 Tracks das zweiten Album von Kyla La Grange genau wegen des 80er und 90er Touchs pauschal sehr gut gefallen hat. Denn im Gegensatz zu ihrem ersten Album „Ashes“ kommt mit „Cut Your Teeth“ eine völlig neue Seite von Kyla La Grange.

Der Grund dafür ist laut eigener Aussage eine Reminiszenz an ihre Kindheit und Jugend:

„Meine Mutter entdeckte ein altes Keyboard, das ich hatte als ich 12 war, mit all diesen idiotischen, aber wirklich guten Sounds — Xylophon, Kalimba und Samples aus den 80ern. Es war wirklich ein Spaß. Es erinnerte mich an die Zeit, als ich jünger war und ich zwang meine Freunde, in meinen Keller zu kommen und in einer Ecke Songs mit mir zu schreiben. Es brachte eine Menge von Songs dieser Zeit wieder hervor, und all die Geschichten, die andere Kinder mir erzählten, als ich aufwuchs, und all die Leute, die ich damals getroffen habe.“

Mit der Single „Cut Your Teeth“ geht es gleich extrem sympathisch rein in das Album Vergnügen. Track 1 ist ein Remix des Titelsongs des Internet Phänomens Kyrre Gørvell-Dahll oder kurz Kygo, der bereits mit eher inoffiziellen Remixen von Ed Sheeran, M83 und Ellie Goulding Soundcloud erobert hat. Track Nummer zwei ist dann die original Version. Beide Varianten erinnern mich unglaublich an Kate Bush’s „Runnnig up that Hill“. Und ich mag den Song echt gern.

„Cannibals“ hätte Sinéad O’Connor nicht besser singen können, kommt aber definitiv an „Nothing Compares U 2“ ran. „I Don’t Hate You“ ist mein Lieblingstitel des Albums. Ohne das ich jetzt wirklich sagen kann woran das liegt. Stimme, Gesang, Arrangement? Alles großartig. Vielleicht aber auch an der Hookline die mich widerum sehr stark an irgendwas von Milli Vanilli errinnert.

„The Knife“ nimmt die damals modernen Steel Drums als zentrales Element und verzaubert durch die verträumten Vocals von Kyla. Ein herzschmerz Song mit Karibik Flair.

Und „Get it“ geht nochmal voll in die Synthie Ecke rein. Auch die anderen Tracks des Albums sind im gleichen Stil und fügen sich alle Nahtlos in das Gesamtwerk ein.

„Cut Your Teeth“ ist ein Album was ich persönlich auf dem iPod als Favorit gespeichert habe und sicherlich nicht nur einmal anhören werde. Es eignet sich zum Autofahren, Joggen oder auch wie gerade als Soundtrack zum Bloggen.

Das Album erscheint übrigens morgen, am 15.08.2014.

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